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Hilfsprojekt in Nepal: BFW-Unternehmen bauen neues Zuhause für Erdbebenopfer

„Hilfe zur Selbsthilfe“: Das war das Motto der BFW-Unternehmen, der sich vom 15. bis zum 22. November am Hilfsprojekt der internationalen Hilfsorganisation Habitat for Humanity im nepalesischen Kavre beteiligt haben. Gemeinsam mit den zukünftigen Bewohnern haben dort zwanzig Immobilienprofis aus BFW-Mitgliedsunternehmen in einer Woche Eigenheime für bedürftige Familien gebaut.

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Mission Wohnungsbau nur im gemeinsamen Schulterschluss

BFW Immobiliennacht Bremen 2019 (c) Niklas Krug

8. nordwestdeutsche Immobiliennacht des BFW Niedersachsen/Bremen e.V.

Kosten senken, Bauland bereitstellen und Vorschriften abbauen – die Stellschrauben für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum waren bei der 8. nordwestdeutschen Immobiliennacht schnell identifiziert. Dass das Thema Wohnraumschaffung derzeit die Branche dominiert, zeigten die über 200 Teilnehmer, die der Einladung des BFW Niedersachsen/Bremen im November ins Parkhotel Bremen gefolgt waren.   

Die Nachfrage an Wohnraum ist insbesondere in Ballungsgebieten ungebrochen hoch. Dieser nachzukommen, lässt die Branche derzeit jedoch an ihre Grenzen stoßen. „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem“, mit diesen Worten eröffnete Dirk Streicher, Vorstandsvorsitzender des BFW Niedersachsen/Bremen, die Veranstaltung. Um Wohnraum schneller realisieren zu können, forderte er: „Wir müssen die Baugesetze entrümpeln, damit die Zeiten von der Planung bis zur Fertigstellung deutlich verkürzt werden.“ Dazu sprach er sich unter anderem auch für die Einführung einer Musterbauordnung aus. Des Weiteren mahnte er vor Diskussionen rund um Enteignung und die Einführung eines Mietendeckels, die eine vermieterfeindliche Entwicklung abzeichnen. „Nur Neubau und Innentwicklung führen zur Marktentspannung. Denn wo genug gebaut wird, also ausreichend Angebot zur Verfügung steht, sinkt auch der Preis.“

Auch in der Politik stehtBFW Immobiliennacht Bremen 2019 (c) Niklas Krug der Wohnungsbau ganz oben auf der Agenda. Bremens Senatsbaudirektorin Professor Dr. Iris Reuther erläuterte die zukünftigen Schwerpunkte der Bremer Wohnungspolitik, wonach in der kommenden Legislaturperiode 10.000 neue Wohnungen geschaffen und weitere Flächen sowie Baulücken erschlossen werden sollen. Mit einem Ausblick auf den „Stadtentwicklungsplan Wohnen“ führte sie an, dass der Wohnungsbau ein Gemeinschaftswerk bleibe und sie sich auf die konstruktive Zusammenarbeit freue.
Stefanie Nöthel, Abteilungsleiterin Städtebau und Wohnen beim niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz stellte indes die Ergebnisse vom „Bündnis für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen“ vor. Neben der Bereitstellung von 400 Millionen Euro zusätzlich zu den Fördermitteln des Bundes sollen Kommunen zukünftig eine Baulandreserve aufbauen, um dem Bedarf von weiteren rund 144.000 Wohneinheiten bis 2025 nachzukommen.

Kostentreiber öffentliche Vorgaben?!BFW Immobiliennacht Bremen 2019 (c) Niklas Krug

Mit der Frage, inwieweit Vorschriften und Regulierungen die Baukosten anheben, beschäftigt sich Dietmar Walberg, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen. „Seit 2000 hat sich die Zahl an Gesetzen und Normen vervierfacht. Von Klimaschutz bis Barrierefreiheit – alle Einzelmaßnahmen haben ihre Berechtigung, führen aber in der Summe zu erheblichen Kostensteigerungen. Beispiel Hamburg: Bei durchschnittlichen Herstellkosten von 3.200 Euro muss der Mietpreis einer freifinanzierten Wohnung zehn Euro pro Quadratmeter betragen.“ Demzufolge warnte der Experte vor weiteren Standardanhebungen, da die Grenzen der Finanzierbarkeit von bezahlbarem Wohnraum erreicht seien.

Kostensenkung durch Eigeninitiative

BFW Immobiliennacht Bremen 2019 (c) Niklas KrugKonfrontiert mit den angespannten Markt- und Rahmenbedingungen stellte Martin Dornieden, Geschäftsführer der Dornieden Unternehmensgruppe, konkrete Lösungen zur Baukostensenkung vor. Durch viele kleine Einsparungen sowie standardisiertes Bauen mit hohen Wiederholungsraten erzielt der Unternehmer sowohl im Einfamilienhaus- sowie Geschosswohnungsbau nennenswerte Einsparungen, die bezahlbaren Wohnraum möglich machen. Dennoch richtete er sich mit direkten Forderungen und zugleich Vorschlägen an die Politik: „Steuern machen 19 Prozent an den Gesamtkosten aus. Mit Modellen wie beispielsweise dem Steuerverzicht bei geförderten Wohnungen, könnten diese um ein Fünftel gesenkt werden. Ebenso müssen Bebauungspläne stärker mit Blick auf die Baukosten entwickelt werden. Eine Deckelung bei der Geschossigkeit auf zwei oder zweieinhalb Geschosse ist nicht zielführend und verteuert den Geschosswohnungsbau.“

„Wie wohnt Deutschland?“

Überraschende Erkenntnisse brachte der Blick auf die vom BFW in Auftrag gegebene, repräsentative Umfrage „Wie wohnt Deutschland?“. Felix Flemming vom unabhängigen Meinungsforschungsinstitut forsa führte an: „Gerade in Ballungsräumen sind die Mieterinnen und Mieter zwar insgesamt zufrieden mit ihrer Wohnungssituation, aber gleichermaßen auch verunsichert, dass sich schlichtweg wenig tut, um das Problem zu lösen. Die ständigen Berichte darüber, dass neue Wohnungen nicht gebaut oder später fertig werden, tragen dazu bei. Hinzu kommt, dass gerade das Thema Wohnungsnot und steigende Mieten medial sehr gut inszenierbar ist und teilweise auch überspitzt dargestellt und vermittelt wird, sodass das über die Medien vermittelte Bild vom Wohnungsmarkt mit der Realität nicht immer übereinstimmt.“

Talkrunde bringt Einigkeit

Unter ModeraBFW Immobiliennacht Bremen 2019 (c) Niklas Krugtion von Marion Hoppen, Pressesprecherin beim BFW Bundesverband, folgte ein Austausch der Argumente. Zu der Frage, ob bezahlbarer Wohnraum unter den aktuellen Bedingungen überhaupt möglich sei, gab Olaf Mosel, Geschäftsführer der Bremer M Projekt GmbH & Co. KG, zu bedenken: „Die Politik muss sich fragen: Steht das ursächliche Problem in Relation zur Maßnahme? Ein Beispiel ist die Änderung der Bauvorlagenverordnung, nach der bei jedem Bauantrag ein Baumbestandsplan inkl. von Teilen benachbarter Grundstücke und Bestimmung der Baumart einzureichen ist. Das löst hohe Kosten für Vermesser und Baumgutachter sowie bei der Kontrolle einen enormen Verwaltungsaufwand aus und schützt im Zweifelsfall nicht vor gewollten oder ungewollten Schäden.“ Das greift, Robert Bücking, Sprecher für Bau und Stadtentwicklung bei Bündnis 90/Die Grünen, auf: „Die neue Bauvorlagenverordnung ist eine Reaktion auf Beispiele, bei denen Grundstücke ohne viel Federlesens abgeräumt wurden. Darauf mussten wir reagieren. Deshalb muss jetzt eben dokumentiert werden. Aber grundsätzlich will ich gerne einräumen: Manchen Maßnahmen liegt ein guter Wille zugrunde, aber leider mit teils schlechter Wirkung. Unsere Aufgabe ist es, praxistaugliche Bestimmungen zu erlassen.“ Des Weiteren erteilte er dem Vorstoß der Bremer Linken, einen Mietendeckel wie in Berlin diskutiert auch in Bremen einzuführen, eine klare Absage.
Am Ende fasste Hoppen zusammen: „Es gibt keine einfachen Antworten, aber Einigkeit besteht darin, dass es nur im gemeinsamen Schulterschluss aller Akteure gelingen kann, die vordringlichen Herausforderungen rund um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu meistern.“

Weitere Eindrücke von der Immobiliennacht finden Sie in der Bildergalerie.

Bildquelle: Niklas Krug


FIABCI Prix d´Excellence Germany 2019: Und der Gewinner ist…

Die Gewinner des diesjährigen FIABCI Prix d´Excellence Germany stehen fest: Gold holten das Metropolenhaus am Jüdischen Museum in Berlin in der Kategorie Wohnen und das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg in der Kategorie Gewerbe. Die feierliche Preisverleihung des Wettbewerbs für Projektentwicklungen, der von FIBACI Germany und dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen ausgelobt wird, fand am 15. November im Berliner ewerk statt.

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Quo vadis, Immobiliensteuern? Steuerforum des BFW gibt Perspektiven für 2020

In der Immobilienbranche herrscht insbesondere bei steuerrechtlichen Themen viel Klärungsbedarf. Das zeigt nicht zuletzt die lange Tradition des Berliner Steuerforums, das der BFW vor über dreißig Jahren etabliert hat. Beim Steuerforum im Berliner Unternehmenssitz von MAZARS standen unter anderem die Grundsteuerreform und die CO2-Bepreisung im Fokus der Präsentationen und Diskussionen von rund siebzig Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

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BFW warnt vor Schönfärberei beim Mietspiegel

„Die geplante Verlängerung des Betrachtungszeitraumes lässt ein unrealistisches Bild vom Mietmarkt entstehen. So wird der Mietspiegel zum politischen Wunschbild, das nichts mehr mit der Realität des Wohnungsmarktes zu tun hat. Einen Kosmetikspiegel, der die schlechte Wohnungsbaupolitik von Bund, Länder und Kommunen mit veralteten Mieten schönfärbt, lehnen wir ab!“ so Andreas Ibel, Präsident des BFW Bundesverbandes, im Vorfeld der morgigen Anhörung zum Mietspiegelrecht im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages. Bei der Anhörung wird auch der BFW als Experte angehört.

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BFW Digitalisierungsforum 4.0: Die besten Ideen entstehen in der Garage

Die Geschwindigkeit der Digitalisierung nimmt an Fahrt auf. Doch wo steht das Gros der Unternehmen derzeit? Wie beeinflusst der lange Lebenszyklus einer Immobilie die schnelllebigen Innovationen – und anders herum? Und wie bewegen wir uns künftig fort? Antworten auf diese und weitere Fragen diskutierten rund 80 Experten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung beim 4. Digitalisierungsforum des BFW Landesverbandes Nord und des BFW Bundesverbandes.

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8. nordwestdeutsche Immobiliennacht

BFW Immobiliennacht Bremen 2018 (c) Niklas Krug

Mit mehr als 18 Prozent Baukostensteigerung seit 2015, derzeit über 3.700 Bauvorschriften, 16 verschiedenen Landesbauordnungen und mehr als einer Million fehlender Wohnungen hat sich die Situation der Wohnungsbaubranche alarmierend verschärft.

Wird die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu einer unmöglichen Mission? Unter dieser Leitfrage lädt der BFW Niedersachsen/Bremen e.V. zur 8. nordwestdeutschen Immobiliennacht am 21. November nach Bremen. Was sind die Ursachen? Wie kann günstiger Wohnungsbau trotzdem gelingen? Und sind Mieter mit ihrer Wohnsituation sowie der aktuellen Wohnungspolitik zufrieden?

Mit Hintergrundinformationen, Best Practice Beispielen und jüngsten Umfrageergebnissen legen erfahrene Referenten die Fakten zur derzeitigen Marktlage auf den Tisch. Die anschließende Talkrunde greift die zentralen Ergebnisse der Impulsvorträge auf und verspricht eine kontroverse Diskussion zwischen Praktikern und Vertretern aus Politik und Verwaltung.

Das Veranstaltungsprogramm der Immobiliennacht finden Sie hier.

Hier können Sie sich direkt anmelden.

 


BFW warnt: SPD-Vorschläge gleichen Rezept zur Zerstörung des Wohnungsmarktes

„Die Vorschläge der SPD-Bundestagsfraktion gleichen einem Rezept zur Zerstörung des Wohnungsmarktes. Die Umsetzung hätte unweigerlich einen bundesweiten Einbruch des Wohnungsneubaus und mehr soziale Kälte zur Folge. Das Märchen, mit einem Mietenstopp mehr Zeit für den Wohnungsneubau zu gewinnen, glaubt niemand mehr. Schließlich wird der Neubau seit Jahren weiter erschwert statt erleichtert. Die SPD-Vorschläge würden das Investitionsklima komplett vergiften und den Unternehmen den letzten Rest an Planungssicherheit nehmen“, kritisierte BFW-Präsident Andreas Ibel heute in Berlin.

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Sinkende Baugenehmigungen: Mehr bezahlbares Bauland wird Schlüsselfaktor für Trendwende

„Die sinkenden Baugenehmigungen zeigen: Der Wohnungsneubau steht und fällt mit der Ausweisung von ausreichend bezahlbarem Bauland durch die Kommunen. In den A-Städten, in denen der Wohnraummangel am größten ist, fällt der Rückgang bei den Baugenehmigungen besonders stark aus. Neue Wohnungen können nur geplant werden, wenn man auch weiß, wo man sie bauen soll“, warnt BFW-Präsident Andreas Ibel angesichts der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baugenehmigungszahlen von Januar bis Juli 2019.

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