Agenda Aktuell

8. nordwestdeutsche Immobiliennacht

BFW Immobiliennacht Bremen 2018 (c) Niklas Krug

Mit mehr als 18 Prozent Baukostensteigerung seit 2015, derzeit über 3.700 Bauvorschriften, 16 verschiedenen Landesbauordnungen und mehr als einer Million fehlender Wohnungen hat sich die Situation der Wohnungsbaubranche alarmierend verschärft.

Wird die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu einer unmöglichen Mission? Unter dieser Leitfrage lädt der BFW Niedersachsen/Bremen e.V. zur 8. nordwestdeutschen Immobiliennacht am 21. November nach Bremen. Was sind die Ursachen? Wie kann günstiger Wohnungsbau trotzdem gelingen? Und sind Mieter mit ihrer Wohnsituation sowie der aktuellen Wohnungspolitik zufrieden?

Mit Hintergrundinformationen, Best Practice Beispielen und jüngsten Umfrageergebnissen legen erfahrene Referenten die Fakten zur derzeitigen Marktlage auf den Tisch. Die anschließende Talkrunde greift die zentralen Ergebnisse der Impulsvorträge auf und verspricht eine kontroverse Diskussion zwischen Praktikern und Vertretern aus Politik und Verwaltung.

Das Veranstaltungsprogramm der Immobiliennacht finden Sie hier.

Hier können Sie sich direkt anmelden.

 


Digitalisierung schreitet in Niedersachsen voran

BIM_Cluster_1906_02

BIM-Cluster Niedersachsen am 19. Juni gegründet

Die gesBIM_Cluster_1906_01amte Baubranche und Wertschöpfungskette von Planen, Bauen bis zum Betrieb befindet sich mitten im digitalen Wandel. Insbesondere die digitale Methode Building Information Modeling, kurz BIM, verändert die Zusammenarbeit und das Datenmanagement in Bauprojekten: Basis ist ein digitales Bauwerksmodell, das als Drehscheibe für alle Projektbeteiligten dient. Das BIM-Cluster Niedersachsen ist eine Initiative von 26 unabhängigen niedersächsischen Interessensvertretungen, unter anderem auch dem BFW Niedersachsen/Bremen e.V., öffentlichen Einrichtungen und der Landesregierung Niedersachsen zur Förderung der BIM-Anwendung in Niedersachsen und integriert dabei Akteure verschiedener Perspektiven der gesamten Wertschöpfungskette.

Mit dem BIM-Cluster Niedersachsen sollen die regionale Zusammenarbeit auf übergeordneter Ebene gefördert sowie die Chancen und Grenzen der Methodik stärker in das Bewusstsein der (Fach-)Öffentlichkeit gebracht werden. Das BIM-Cluster sieht sich als Sprachrohr der regionalen Vertreter der Wirtschaft, öffentlichen Hand und Wissenschaft, um die Digitalisierung im Bauwesen im Land und im Zusammenspiel mit länderübergreifenden Partnern intensiv zu unterstützen. „BIM bringt erhebliche Potentiale für die Effizienz und Qualität unserer Bauprojekte über den gesamten Lebenszyklus – von Planung, Bauen bis zum Betrieb. Das Cluster soll auf übergeordneter Ebene allen am Bau und Betrieb Beteiligten in Niedersachsen die Möglichkeit zur Vernetzung bieten. Das Land als Rahmengeber und Förderer ist nicht zuletzt für die vielen kleinen Planungsbüros sowie Unternehmen des Bauwesens und des Handwerks ein integraler Partner.“, so Clustersprecherin Professorin Dr.-Ing Katharina Klemt-Albert, Inhaberin des Lehrstuhls für Baumanagement und Digitales Bauen an der Leibniz Universität Hannover (ICoM).

Unter der Schirmherrschaft von Staatssekretär Stefan Muhle (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung) sowie im Beisein von Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur) und Staatssekretär Frank Doods (Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz) wurde im Juni 2019 in der Landeshauptstadt Hannover das BIM-Cluster Niedersachsen gegründet. Im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung bekundeten die Gründungsmitglieder und die Landesregierung das gemeinsame Engagement und perspektivische Ziele durch die Zeichnung des Memorandum of Understanding.

Building Information Modeling (BIM) ist inzwischen auch in regionalen Strukturen ein gemeinschaftliches Thema für Bauherren, Projektsteuerer, Planer, Bauunternehmen, Zulieferer, Betreiber und nicht zuletzt für Ausbildungsstätten. Bundesweit haben sich bereits einige – meist Cluster genannte – regionale Netzwerke organisiert. BIM ist ein zentraler Baustein der Digitalisierung im Bauwesen, der sich in unterschiedlicher Ausprägung in Wirtschaft, Wissenschaft und Institutionen wiederfindet. „Building Information Modeling spielt im Bereich des digitalen Bauens eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund hat sich die Landesregierung im Rahmen der Digitalisierungsstrategie Niedersachsens, aber auch in der Rolle des Landes als Auftraggeber im Hoch- und Tiefbau in doppeltem Sinne auf den Weg gemacht. Mit dem Cluster werden erstmals landesweit alle relevanten Akteure an einen Tisch gebracht und somit der Rahmen für einen beständigen Austausch und daraus abzuleitende Maßnahmen geschaffen. Ich freue mich über die gemeinsame Arbeit und die ambitionierte Herangehensweise.“, sagt Digitalisierungsstaatssekretär Stefan Muhle.

TEXT: MW/BIM Cluster
Bilder: BFW Niedersachsen/Bremen e.V.



Baut die Wohnungswirtschaft am Bedarf vorbei?

_OS_2984

37. Hannover-Forum: Branche diskutiert über Nachhaltigkeit und Hemmnisse beim Wohnungsbau  

Bauland zur Verfügung stellen, Grundstückskosten senken und Regularien nicht weiter verschärfen – beim diesjährigen Hannover-Forum des BFW Niedersachsen/Bremen e.V. waren die Stellschrauben für mehr Wohnraumschaffung schnell formuliert. Unabhängig der angespannten Situation ging es aber insbesondere auch um die Frage, wie der aktuelle und zukünftige Bedarf an Wohnraum aussieht und wie nachhaltig die derzeitig entstehenden Wohnungsangebote in der Zukunft sind. Die angespannte Wohnungsmarktlage wurde auch unter den rund 200 Vertretern aus Immobilienwirtschaft, Politik und Verwaltung sowie Industrie kontrovers diskutiert.  

Den vollständigen Bericht lesen Sie hier.


1. niedersächsischer Bauträgertag

IMG_0767

Konkret ging es in dem Tagesseminar um den Datenschutz für Bauträger, aktuelle Neuerungen aus dem Bau- und Bauvertragsrecht sowie den Umgang mit den Bauaufsichtsbehörden und deren Eingriffsbefugnisse in aktuelle Bauvorhaben. Es standen aber auch technische Themen wie die neuen Normen zur Bauwerksabdichtung auf dem Programm. Einen Blick in die zukünftigen Anforderungen an Bauprojekte hielt der Vortrag „BIM“ bereit.

Wie groß das Interesse der Teilnehmer war, zeigten die Diskussionen am Ende der Vorträge sowie in den Pausen. Die Teilnehmer äußerten sich positiv über das neue Format, wünschten sich aber Spezialseminare zu einzelnen Themen. Dieses Feedback nimmt der Landesverband zum Anlass, um einzelne Themen der Veranstaltung in weiteren Seminaren zu vertiefen.

Zukünftig wird der Bauträgertag zweimal jährlich in unterschiedlichen Städten stattfinden. Bei dieser Veranstaltungsserie stehen auch in der Zukunft aktuelle Themen im Fokus, die in Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden kurzweilig aufbereitet werden. Im Vordergrund stehen dabei der Dialog und Austausch mit Praktikern.

Eindrücke von der Veranstaltung finden Sie hier in der Bildergalerie.


Positionspapier der mittelständischen Immobilienwirtschaft zur Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Am 26. Mai 2019 findet in Bremen parallel zur Europawahl die Wahl zur 20. Bremischen Bürgerschaft statt.
Stetig wachsender Bedarf an Wohnraum und verlässliche Rahmenbedingungen – das sind nur zwei zentrale Aspekte, wo aus Sicht der mittelständische Wohnungswirtschaft Handlungsbedarf besteht.

Anlässlich der Bürgerschaftswahl hat der BFW Niedersachsen/Bremen e.V. ein Positionspapier verfasst, das die Forderungen der Branche zusammenfasst.

Hier können Sie das Positionspapier herunterladen:

BFW_NB_Positionspapier_BürgerschaftswahlBremen2019.pdf pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen

 


Ein Blick zurück: Der BFW-Deutsche Immobilien Kongress im Film

Rund 400 Gäste, eine Top-Location und ein hochklassiges Programm: Der Deutsche Immobilien Kongress 2019 des BFW Bundesverbandes hat die Erwartungen noch übertroffen. Werfen Sie mit uns, den Teilnehmern und unseren Gästen einen Blick zurück auf unsere Jahresveranstaltung im Berliner AXICA!

 

 

 


BFW Niedersachsen/Bremen e.V. fordert: “Worten müssen Taten folgen”

Regionalkonferenz Hannover zur Akzeptanz für mehr Wohnungsneubau in Stadt und Region

Hannover, 20.03.2019. Rund vier Monate nachdem die Ergebnisse aus dem Bündnis für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen beim 16. Wohnungspolitischen Kongress vorgestellt wurden, fordert der BFW Niedersachsen/Bremen e.V. jetzt die schnelle Umsetzung der Bündnisergebnisse. Dies betonte der Vorstandsvorsitzende Dirk Streicher in einer Podiumsdiskussion zu den „Rahmenbedingungen für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen und Bremen“, welche im Rahmen der Regionalkonferenz Hannover „Akzeptanz für mehr Wohnungsneubau in Stadt und Region“ stattfand.

„Die Bemühungen und die teils vielversprechenden Ergebnisse aus der intensiven Zusammenarbeit im Bündnis dürfen nicht umsonst gewesen sein. Wir müssen jetzt schnell an die Umsetzung gehen“, forderte Streicher. „Bislang ist hier noch nichts passiert. Jetzt müssen Worten auch Taten folgen, damit wir endlich mehr Wohnraum schaffen können!“

Zugleich äußerte er sich kritisch zur aktuellen Situation: „Die Rahmenbedingungen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sind derzeit mehr als schlecht. Grundstücke sind knapp, die Baurechtschaffung für die Kommunen kompliziert und Bauplanungsprozesse aufgrund der Vielzahl von einzuhaltenden Normen und Gesetzen langwierig. Zudem trifft erhebliche Nachfrage sowohl im Wohnungs- als auch Gewerbebau auf kaum noch freie Kapazitäten der Bauwirtschaft, was ebenfalls entsprechende Preissteigerungen zur Folge hat.“ Streicher, der zugleich in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Delta Bau AG aus Hannover tätig ist, kennt die Hemmnisse in der Wohnungswirtschaft nur zu gut. „Als BFW begrüßen wir das Bündnis. Wir müssen aber auch mit den Konsequenzen der dort erzielten Ergebnisse und getroffenen Entscheidungen leben. Wenn jede Wohnung barrierefrei sein soll, werden Gebäude und Wohnungen zwangsläufig größer, was wiederum die Baukosten pro Wohnung erhöht.“ Als weiteres Beispiel widersinniger Projektvorgaben und somit Verteuerung von Baukosten verwies Streicher auf das Thema Stellplatzsatzung und bezahlbaren Wohnraum und plädierte für weniger Regulierung sowie die Entschärfung von technischen Vorgaben.

Streicher: „Baukosten können nur gesenkt werden, wenn Planungs- und Produktionsprozesse vereinfacht und Perspektiven für langfristige Investitionssicherheiten geschaffen werden. Die Rahmenbedingungen müssen jetzt bekannt sein, insbesondere wenn es um stabile Förderbedingungen geht. 40.000 neue Sozialwohnungen, die laut Zielsetzung der Landesregierung bis 2030 gebaut werden sollen, brauchen Eigentümer. Das können nicht nur kommunale und genossenschaftliche Unternehmen leisten. Es braucht auch wie bisher den Beitrag privater Immobilienunternehmen. Die BFW Mitglieder bauen beispielsweise auch für Pensions- und Versorgungskassen. Diese benötigen langfristige und wirtschaftliche Perspektiven. Es ist nicht garantiert, dass auch in einigen Jahren noch so in den Wohnungsbau investiert wird. Eine Zinswende könnte schnell das Ende der derzeit noch hohen Investitionen von Versicherungen, Pensionskassen und Kapitalsammelstellen mit sich bringen. Alle Akteure brauchen jetzt Planungssicherheit und nachhaltige Konzepte.“


Hier sehen Sie am 21. März ab 10:30 Uhr unsere Online-Pressekonferenz!

Präsentiert werden Ihnen die Ergebnisse von BFW-Präsident Andreas Ibel und dem bulwiengesa-Generalbevollmächtigten Andreas Schulten.

 


Grundsteuer aktuell: Eckpunktepapier zur Grundsteuerreform in der Kritik

Am 1. Februar 2019 haben sich die Finanzminister auf die Eckpunkte eines Kompromissmodells zur Grundsteuerreform verständigt. Dieses sieht weitere Pauschalierungen eines wertabhängigen Modells in Bezug auf die zugrunde zu legenden Mieten (durchschnittliche Nettokaltmiete aus dem Mikrozensus statt tatsächlich vereinbarter Miete) und auf die Bodenrichtwerte (größere Bodenrichtwertzonen bzw. Ortsdurchschnittswert) vor.

Durchschnittliche Nettokaltmieten, Baujahr und Bodenrichtwerte sollen also danach zu einer Berechnung der jeweiligen Einheitswerte zusammengeführt werden. Kommunen sollen die Option erhalten, eine Grundsteuer C auf unbebaute baureife Grundstücke zu erheben.

Das Kompromissmodell zur Grundsteuerreform wird vom BFW aus nachfolgenden Gründen abgelehnt:

https://www.bfw-bund.de/handlungsfelder/steuern/grundsteuer/

Die Prämissen des BFW unter

https://www.bfw-bund.de/wp-ontent/uploads/2019/02/181004_Positionspapier_Grundsteuerreform.pdf